4. Jungschwingertag Huttwil 2026
Einheimische sammeln Zweige, aber keinen Festsieg
Am 4. Huttwiler Jungschwingertag holten die Sumiswalder Athleten insgesamt neunmal einen heiss begehrten Zweig. Die Langenthaler Jungschwinger ergatterten auf dem Oberbühl vier Auszeichungen, während die Buben vom Schwingklub Huttwil in der Schlussabrechnung drei Zweige aufwiesen.
141 Athleten kämpften am 4. Jungschwingertag Huttwil um die vier Kategoriensiege und um die heiss begehrten Zweige. Bei den Ältesten (Jahrgänge 2010-2012) unterlag Julian Lehmann (Hasle bei Burgdorf/SK Sumiswald) im hart umkämpften Schlussgang dem stark auftretenden Seeländer Kilian Schlup (Lengnau). Der Emmentaler fiel durch die Niederlage auf den Schlussrang 3a zurück. Der 15-jährige qualifizierte sich mit vier Siegen und einem Remis für den finalen Gang des Tages. Im Anschwingen stellten die beiden Schlussgangteilnehmenden das Duell. Punktegleich und auf Rang 3b rangierte sein Klubkollege Steve Burkhalter (Sumiswald). Der 14-jährige reihte tagsüber vier Siege aneinander. Danach schien das Glück nicht mehr auf der Seite des Emmentalers zu sein und er musste den Schwingplatz in den beiden letzten Zweikämpfen jeweils als Verlierer verlassen. Die harte Konkurrenz machte ihm zu schaffen. Der Huttwiler Athlet Rafael Hebeisen kam mit drei Siegen und zwei Remis ebenso in den Genuss eines Zweiges (5. Rang). Elias Ledermann (Wasen im Emmental) dominierte das Geschehen in den Jahrgängen 2013-2014 an vorderster Front (4. Rang). Der elfjährige Sumiswalder Athlet war viermal siegreich und bewies somit sein schwingerisches Talent. Die zwei restlichen Duelle gingen gestellt aus. Daniel Hebeisen (Eriswil) hatte den Zweig mit drei Siegen und zwei Remis ebenso auf sicher (Rang 7a). Dem immer wieder für eine Überraschung sorgende Pöili Nyffenegger (Häusernmoos im Emmental) lief es auf dem Oberbühl weniger erfolgreich als üblich (8.Rang). Am Schluss musste er gar noch um die Auszeichnung zittern. Der zwölfjährige Emmentaler fand in Huttwil lediglich zwei gewinnbringende Züge. In den restlichen vier Duellen musste sich Pöili Nyffenegger die Punkte jeweils mit den Gegnern teilen. Für seine angriffige und überzeugende Schwingweise erhielt er in drei von vier Gängen aber die höhere der beiden möglichen Noten bei einem Unentschieden. Das verhalf ihm am Schluss zum Zweig.
Zwillingsbrüder reisen mit Zweig nach Hause
Die florierenden Zwillingsbrüder Mick de Vries (Rüegsbach) und Sem de Vries (Rüegsbach) ergatterten bei den Jahrgängen 2015-2016 die Auszeichnung. Mick war in fünf Duellen siegreich (2. Rang). Im fünften Gang stellte er mit dem Jurassier Adrian Burger (Tavannes) und vergab somit die mögliche Schlussgangteilnahme. Sein Zwillingsbruder Sem gestaltete auf dem Oberbühl drei Duelle siegreich (Rang 9b). Ein weiterer Zweikampf ging gestellt aus. Yannick Bossert (Altbüron) verpasste mit drei Siegen und einem Remis den Zweig nur um einen Viertelpunkt (Rang 10a). Bei den Jüngsten mischte der Langenthaler Athlet Oliver Fahrni (Oeschenbach) an vorderster Front mit (Rang 2a). Der Oberaargauer brachte fünf Gegner gekonnt zum Fallen. Er musste sich im zweiten Gang einzig vom Ettiswiler Luca Stadler das Sägemehl vom Rücken putzen lassen. Der Emmentaler Kilian Aeschbacher (Rüegsbach) kam mit vier gewonnenen Duellen ebenso in den Genuss eines Zweiges (4. Rang). Nino Hess (Eriswil) drehte nach seinem misslungenen Start mit zwei Niederlagen voll auf und kam am Schluss auf drei Siege und ein Remis (8. Rang). Die Aufholjagd wurde noch knapp mit dem Zwieg belohnt. Der Oberbühl-Schwinget 2026 profitierte während des gesamten Wochenendes vom frühlingshaften Wetter und lockte viele Schwingfans an. «Alles verlief reibungslos und es gab bei den Athleten zum Glück nur kleinere Verletzungen zu beklagen», sagt der Präsident des Schwingklub Huttwil, Simon Schwarz, gegenüber dieser Zeitung.
