Hauptversammlung 2025
Acht neue «Böse» im Verein aufgenommen
Der Schwingklub Huttwil, einer der grössten Huttwiler Vereine, konnte im laufenden Jahr acht neue Jungschwinger aufnehmen, während zwei bisherige Jungschwingerinnen und zwei Jungschwinger zu den Aktiven wechseln werden. Die Vorbereitungen für die Oberaargauischen Schwingfeste 2028 in Gondiswil nehmen Fahrt auf.
Der Schwingklub-Präsident Simon Schwarz blickte in seiner Rede auf eine intensive Schwingsaison zurück, die geprägt war von viel Schweiss und Fleiss. Sowohl bei allen Schwingerinnen und Schwingern, aber auch beim Vorstand, den Funktionären und allen Helferinnen und Helfern. Die beiden «Traditions-Anlässe» der Altjahrsmarkt und die Huttwiler Fasnacht spülten Einnahmen in die Klubkasse, benötigten aber auch viele helfende Hände. Der Präsident führte in seiner Ansprache aber auch aus, dass die junge Bevölkerung nicht mehr in Scharen in der Fasnachtsbar erscheint und die Kosten und Abgaben für die Fasnacht stetig steigen. Dennoch wird an der Mitwirkung an der Fasnacht festgehalten. Die Schwingerinnen und Schwinger waren sowohl in den Trainings aktiv, aber auch an den Festen. Ihr sportliches Wirken wurde mit Gaben, Kränzen und Zweigen belohnt. «Häbit immer fröid am Sport u ar Kameradschaft», gab Präsident Simon Schwarz den Athletinnen und Athleten mit auf den Weg. Mehr als einen mündlichen Dank gab es im vergangenen Frühling. Die vielen «Chrampfer», die stets für den Schwingklub im Einsatz stehen, durften ein gemütliches Helferessen auf dem Hof von Präsident Simon Schwarz geniessen. Mit dem Eidgenössischen Frauen- und Meitlischwinget im August wurde die Kapazitätsgrenze auf dem Areal Oberbühl ausgereizt. Das Festwochenende brachte mit Remo Zürcher (Aktivschwinger am Samstag) und Isabel Egli (Eidgenössisches Frauen am Sonntag) würdige Sieger hervor. Bei bestem Wetter durfte sich die Emmentalerin Jasmin Gäumann auf dem Oberbühl zur Schwingerkönigin krönen lassen. Der Präsident dankte in seinem Jahresbericht allen Helferinnen und Helfern, den Besitzern des Oberbühl und allen anderen, die mitgeholfen haben, das Wochenende zu einem gelungenen Event zu gestalten. Auch der im Herbst 2025 stattfindende Ausflug in den Europa Park Rust fand bei Jung und Alt grossen Zuspruch. Der Schwingklub Huttwil gehört zusammen mit dem SAC Huttwil und dem Turnverein Huttwil zu den grössten und mitgliederreichten Vereinen im «Städtli».
Erster Kranz für den Schwarzenbacher Flurin Eymann
Der Technische Leiter Marcel Walther berichtete von der sportlichen Saison der Aktivschwingerinnen und Aktivschwingern. Die Vorbereitung basierte auf den verschiedenen Trainings (Schwingen, Kondition, Technik und OSV-Trainings) aber auch auf den Hallen- und Regionalfesten. Mit dem Huttwiler Fitnessinhaber Beat Vonmoos wurden drei spannende Mentaltrainings durchgeführt. Ebenso waren die beiden Berner Eidgenossen Florian Gnägi und Willy Graber im Huttwiler Schwingkeller zu Gast und zeigten den Athletinnen und Athleten einige Schwünge aus ihrem Repertoire. Flurin Eymann stand in dieser Saison ausbildungsbedingt für den Schwingklub Aarau in den Zwilchhosen. Der 19-jährige durfte sich am Solothurner Kantonalen Schwingfest seinen ersten Kranz aufsetzen lassen. Dominik Ruch sicherte sich den Kranz am Oberaargauischen Schwingfest. Der 29-jährige Patrick Walther hingegen hatte weniger Glück und musste am Oberaargauischen verletzungsbedingt seine Saison vorzeitig beenden. Vier Athleten konnten sich in der vergangenen Saison für das Bernisch Kantonale Schwingfest qualifizieren. Leider verletzte sich der 22-jährige Dominik Ruch am Bernisch Kantonalen und musste seine Saison ebenfalls vorzeitig beenden. Nebst den Kranzschwingfesten standen die Huttwiler Athleten an zwölf Regionalfesten im Einsatz. Auch die Wyssacher Aktivathletin Sara Leuenberger stand nach einer längeren Verletzungspause wieder im Sägemehl. Die beiden bisherigen und erfolgreich auftretenden Jungschwingerinnen Ronja Zürcher und Luzia Meer werden abkommender Saison bei den Aktivschwingerinnen ins Geschehen eingreifen. Der Technische Leiter verdankte den grossen Einsatz von Walter Leuenberger und Urs Geissbühler. Die erfahrenen und ehemaligen Schwinger unterstützen die Trainings seit Jahren und geben den Aktiven ihr umfangreiches Wissen weiter.
Nachwuchsschwinger ergatterten drei heissbegehrte Doppelzweige
Der Leiter Jungschwinger, Ruedi Jörg, hielt in seiner Rede fest, dass sich die Nachwuchsschwingerinnen und Nachwuchsschwinger in 45 Trainings im Schwingkeller und 32 weiteren Trainings auf die Schwingfeste vorbereiteten. Die Knaben besuchten insgesamt 26 Nachwuchsschwingertage, während die Mädchen an 12 Schwingfesten in den Zwilchhosen standen. Die Knaben ergatterten insgesamt 38 Zweige, die Mädchen acht Auszeichnungen. An ihrem letzten Jungschwingertag grüssten die beiden Klubkollegen Michael Hebeisen und Florian Zürcher vom obersten Podestplatz. Thomas Krieger, Jovin Röthlisberger und Nino Bürgi durften sich von der Versammlung zu ihren ersten Zweigen gratulieren lassen. An den Bernisch Kantonalen Nachwuchsschwingertag durften vier Huttwiler reisen. Alex Eymann, Jan Sommer und Rafael Hebeisen konnten ihre Heimreise mit dem heissbegehrten Doppelzweig antreten. Auch neben dem Schwingplatz waren die Jungschwingerinnen und Jungschwinger gemeinsam aktiv: Ein Skitag, einen Ausflug in den Europapark, Badi-Besuche und vieles mehr stärke den Team-Zusammenhalt. Die von Ruedi Jörg gesetzten Ziele von total 48 Zweigen und zwei Siegen konnten nicht ganz erreicht werden. Der Leiter Jungschwinger nannte als langfristiges Ziel, dass drei Huttwiler Athleten am Nachwuchsschwingertag 2027 in Zug antreten können. Ruedi Jörg dankte für die Unterstützung, aller Art. Er kündigte der Versammlung an, dass es an der Zeit ist einen Nachfolger als Leiter Jungschwinger zu suchen, da er mittlerweile das Pensionsalter erreicht habe.
Vier bestehende Vorstandsmitglieder wiedergewählt
An der Hauptversammlung des Schwingklub Huttwils standen auch Wahlen auf dem Programm. Im Vorstand für zwei weitere Jahre gewählt wurden Marcel Walther (Technischer Leiter Aktive), Corinne Jost (Finanzen), André Schwarz (Sponsoring und Events) und Yanick Kurth (Medien und Kommunikation). Einstimmig als Delegierte BKSV und Kampfrichter BKSV gewählt wurden: Martin Meer und Thomas Reist.
Einstimmig als Kampfrichter OSV gewählt werden: Thomas Reist, Martin Meer, Urs Geissbühler, Benjamin Rhode, Eric Rossier, Patrick Walther, Marcel Walther, Dominik Hodel und Michael Zingg. Von den Jungschwingern werden Jann Sommer und Silvan Peter ab nächster Saison bei den Aktivschwingern ins Geschehen eingreifen. Die beiden immer wieder für Furore sorgenden Jungschwingerinnen Luzia Meer und Ronja Zürcher wechseln zu den Aktivschwingerinnen. Der Schwingklub Huttwil konnte heuer zudem acht neue und «böse» Jungschwinger im Verein aufnehmen.
Beste Schwingerinnen und beste Schwinger ausgezeichnet
Als bester Aktivschwinger wurde im Restaurant Bahnhof in Huttwil der 22-jährige Eriswiler Dominik Ruch ausgezeichnet. Die Auszeichnung zur besten Aktivschwingerin gelangte in die Hände der 28-jährige Wyssacher Athletin Sara Leuenberger. Beim Nachwuchs war der 15-jährige Reisiswiler Jan Sommer der erfolgreichste Athlet, während sich die 15-jährige Eriswilerin Luzia Meer auf die Auszeichnung beim weiblichen Nachwuchs freuen konnte. Acht Jungschwingerinnen und Jungschwinger wurden zudem mit dem sogenannten «Fleiss-Preis» ausgezeichnet. Diese Athletinnen und Athleten haben über 85 % der angebotenen Donnerstags-Trainings besucht. Die Aktivschwinger Michael Zingg und Patrick Schär wurden nach zehn Jahren Aktivmitgliedschaft zu Freimitgliedern ernannt. Die beachtenswerte Arbeit von Nicole und André Schwarz, wurde verdankt. Gemeinsam organisieren die beiden die Fasnachtsbar und sind zuständig für das Sponsoring und den Gabentempel an den Schwingfesten. Der Präsident Simon Schwarz würdigte zudem den Einsatz von Kampfrichter Martin Meer, der heuer am «ESAF» im Einsatz stand. Der Schwingklub Huttwil zeigte sich stolz, dass sie einen Kampfrichter für den Saisonhöhepunkt stellen durften. «Familie Bischof stellt uns seit vielen Jahren unsren Schwingfest-Platz, das Oberbühl, zur Verfügung», erzählte Simon Schwarz weiter. Dafür bedankte sich der Schwingklub Huttwil ganz herzlich und übergab den Oberbühl-Besitzern ein Geschenk.
Die Vorbereitungen für die «OSF 2028» in Gondiswil nehmen Fahrt auf
Der Vize-Präsident der «OSF 2028» in Gondiswil, Urs Geissbühler, informierte die Versammlung über den aktuellen Stand der Arbeiten. Am Pfingstwochenende vom 3. bis 5. Juni 2028 werden in Gondiswil die Oberaargauischen Schwingfeste statt (der «Unter-Emmentaler» berichtete) stattfinden. Nach 1994 ist die Zeit reif, wieder ein solches Schwingfest in Gondiswil auf die Beine zu stellen. Die Festivitäten werden beim «Mantel» (Richtung Freibach) beidseits der Strasse stattfinden. Die Organisation erfolgt durch die drei Trägervereine, dem Schwingklub Huttwil, dem Turnverein Gondiswil und der Hornussergesellschaft Gondiswil. Das 16-köpfige Organisationskomitee ist überzeugt, mit dem Motto «zäme zum Ziel» ein grossartiges Fest auf die Beine stellen zu können. Der für das Schwingfest neu gegründete Verein schrieb in einer Mitteilung an die Bevölkerung: «Es macht uns stolz, dass wir auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung zählen dürfen. Wir freuen uns zusammen mit den Trägervereinen und der ganzen Gemeinde einen weiteren Meilenstein in der Geschichte von Gondiswil zu schreiben.» Am Samstag, 8. Mai 2027 findet ab ca. 18.00 Uhr die Munitaufe auf dem Schulhausareal Gondiswil statt. Am Freitag, 2. Juni 2028 ab ca. 18.00 Uhr Eröffnung des Gabentempels, sowie Alpaufzug mit anschliessendem Bar- und Festbetrieb. Am Samstag, 3. Juni 2028 folgt das Oberaargauische Schwingfest, mit anschliessendem Bar- und Festbetrieb. Am Montag, 5. Juni 2028 steht dann der oberaargauische Nachwuchsschwingertag auf dem Programm. Der Schwingklub-Präsident Simon Schwarz schloss die Hauptversammlung mit einem Dank an alle, die für den Schwingklub Huttwil wirken.
